Mit Genehmigung nach §11 Tierschutzgesetz wird auch eine gewerbsmäßige Hundezucht-Genehmigung erteilt. Ausschlaggebendes Kriterium ist hierbei die Anzahl der gehaltenen fortpflanzungsfähigen Hündinnen. Unberücksichtigt bleibt, ob der Züchter Hündinnen zur Zucht verwendet, die nicht in seinem Haus leben. Sobald er aber drei Würfe im Jahr zieht, ist er anmeldepflichtig.

Eine Gewerbsmäßigkeit setzt eine Gewinnerzielungsabsicht voraus. Unabhängig davon, ob tatsächlich ein Gewinn erzielt wird. Grundlage hierfür ist, dass die Tätigkeit

  • nach Außen in Erscheinung tritt
  • planmäßig und
  • fortgesetzt ausgeübt wird.

Wer die gewerbliche Hundezucht ohne die erforderliche Erlaubnis ausübt oder gegen die Auflangen der Erlaubnis verstößt, handelt  ordnungswidrig und kann mit einer Geldbuße bis zu 25.000€ bestraft werden.

Außerdem muss der Züchter für mindestes zwei Stunden Freiauslauf für jeden gehaltenen Hund sorgen. Zudem muss er für jeden erwachsenen Hund mindestens drei Stunden Zeit haben. Menschliche Gesellschaft, Kontakt, Ansprache und Zuwendung gilt auch für Welpen und dass für mindestens drei Stunden täglich.

Ist der Züchter im Urlaub, muss er auf jeden Fall für eine kompetente Vertretung sorgen.

Ein Züchter muss sich ein umfangreiches Wissen aneignen, um all diesen Anforderungen gerecht zu werden. Hierzu gehört:

  • Wissen über Hundeverhalten, Genetik, Erbkrankheiten, Erbgänge, Entwicklung, Umwelteinflüsse und Prophylaxe
  • Zuchtverfahren, Zuchtwahl, Rassestandards und deren „gesunde“ Interpretation
  • Umfangreiche Rassekenntnisse und –erfahrungen

Um dieses Wissen zu erlangen, sollte der Züchter Seminare, Rassemeetings und Zuchtschauen besuchen und außerdem die Ahnentafeln sowie Zuchtbücher und kynologische Artikel, Fachbücher und Videos studieren. Der Erfahrungsaustausch mit langjährigen erfolgreichen Züchtern gehört ebenso dazu wie die Beurteilung der eigenen Hunde und der Überblick über Rasseentwicklung, die bedeutendsten Vererber, die Kontrolle über Nachzüchtungen, Mangel und Trend in der Rasse.

Neben einer guten Menschenkenntnis gehören auch Kenntnisse der Vorschriften der Zuchtbestimmungen. Um einen Zuchtbetrieb zu betreiben muss der Züchter auch geschäftlich tätig sein. Dies geschieht durch:

  • Werbung
  • Beratung
  • Präsentation
  • Absatz
  • Auswahl
  • Betreuung
  • Verkauf
  • Nachsorge

Der Bereich Werbung wird durch Zuchtschauerfolge, Rennerfolge, Titel, Championate, Anzeigen und eigene Publikationen abgedeckt.

Unter Beratung versteht man Telefonate, Korrespondenz, persönliche Gespräche mit Interessenten, Erstellung und Übermittlung von Informationsmaterial.

Die Präsentation der Zuchtumgebung sowie die der Hunde erfordert eine Terminkoordination, Einladung der Interessenten, deren Bewirtung und ggf. Organisation von Übernachtungsmöglichkeiten.

Im Bezug auf die Hundezucht bedeutet Absatz, aus der Anzahl von Interessenten den geeignetsten herauszusuchen, von dem der Züchter überzeugt ist, das er dem Welpen ein gutes Zuhause bietet und der Welpe dort auch bis zu seinem Lebensende bleibt. Hierzu muss der Züchter sich intensiv mit dem Interessenten beschäftigen. Konkretisiert wird die Auswahl letztendlich durch ausführliche Beratungsgespräche und Informationen über die Lebensweise und die persönliche Situation des Interessenten.

Betreuung wird mit „Kundenbindung“ gleichgesetzt und umfasst mehrmalige Besuche des Interessenten beim Züchter bis zum Abgabealter des Welpen. Die Besuche dienen dazu, den Welpen und den neuen Besitzer miteinander vertraut zu machen und beratend, aus Sicht des Züchters, tätig zu sein.

Der Part des Verkaufs ist mit einer abschließenden Beratung des neuen Welpenbesitzers verbunden. Hierbei werden Dinge wie Anleitung für die Umgewöhnung des Welpen, Tipps und Ratschläge zur Eingewöhnung, Stubenreinheit und Ernährung angesprochen. Ebenso wird über Tierarztbesuche und Impfungen sowie über Entwurmungskuren und Verhaltensregeln informiert. Der Kaufvertrag wird unterzeichnet und sämtliche Papiere ausgehändigt. Abschließend sollte der Züchter Futter zur Erstversorgung, ein Halsband sowie Spielzeug dem neuen Welpenbesitzer mit auf den Weg geben.

Die Nachsorge des Züchters umfasst dessen Rückmeldung beim neuen Besitzer und dem Einholen von Informationen darüber, wie sich der Welpe eingewöhnt hat. Hierzu gehören auch weitere Besuchstermine zur Prüfung des Entwicklungstandes. Sollte unvorhergesehen eine Rücknahme des Hundes nötig werden, ist auch die Weitervermittlung eine Aufgabe des Züchters. In wenigen Fällen erstreckt sich die Nachsorge auch auf die Beratung und Anleitung des Besitzers, wenn dieser sich ebenfalls für die Hundezucht interessiert.

Ein Züchter, der die Hundezucht in diesem Sinne betreibt, ist ein professioneller Züchter, dem jeder Hundefreund vertrauen kann.

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