Definition Hundezucht

Unter dem Begriff „Zucht“ wird die gezielte Fortpflanzung mit Rüde und Hündin verstanden. Das Zuchtziel ist das Erhalten von Welpen mit definierten Eigenschaften der Elterntiere. Hierbei geht es im Besonderen um die Vererbung bestimmter Rassemerkmale wie Charakter, Körperbau und Gesundheit. Oberstes Ziel der Hundezucht ist die Erhaltung und Optimierung der Gesundheit und Qualität des Tieres. Tierschutzorientierte Punkte stehen im Vordergrund und nicht der finanzielle Aspekt, wie es bei unseriösen Züchtern leider oft der Fall ist. In Zuchtbestimmungen, die sehr streng sind, steht geschrieben, dass nur gesunde Hunde ohne genetisch Defekte gezüchtet werden dürfen, zudem nur die Rassen, die sozial verträglich sind.

Seriöse Hundezüchter halten mehr als drei Hündinnen und haben mindestens drei Würfe im Jahr. Zur gewerblichen Hundezüchtung ist einer Erlaubnis des Fachbereichs Veterinärwesen und Verbraucherschutz notwendig. Die Mindestanforderungen an einen Züchter regelt der §11 des Tierschutzgesetzes.

Entwicklung der Hundezucht

Der Haushund gehört zur Art der Wölfe. Die Gattung ist die der echten Hunde, der Familie der Hundartigen. Die Familie ist den Raubtieren untergeordnet, die wiederum zu den Säugetieren gehören.

Forscher streiten bis heute, wann sich der Hund vom Wolf separiert hat. Spekulationen ergeben, dass bereits vor 135.000 Jahren Abspaltungen von Wolf und Hund existierten. Gegner dieser Theorie verweisen auf mangelnde Beweise hierfür, da es keine Ausgrabungen gibt. Der Hund muss also viel jünger sein.

Mit Sesshaftwerdung des Menschen passte auch der Hund sein Verhalten den Lebensumständen der Menschen an. Hunde wurden nach konkreten Gesichtspunkten ausgewählt und für bestimmte Zwecke genutzt. Durch die zweckgebundene Auswahl bildeten sich unterschiedliche anatomische und charakteristische Merkmale heraus. Diese waren die Basis für die Entstehung der Hunderassen, die sich im Laufe der Generationen mehr und mehr festigten.

Anfangs waren es Leistungsmerkmale, die einen Hund in einer bestimmten Region oder innerhalb eines Rudels auszeichneten. Diese Leistungsmerkmale waren z.B. die Ausdauer von Hütehunden, die Kraft und der Mut bei Wachhunden oder die Wendigkeit bei Jagdhunden. Im Laufe der Zeit kamen zu diesen Merkmalen die äußeren gemeinsamen Merkmale. Ursache war neben den gemeinsamen Umweltbedingungen vor allem die gezielte Paarung von Tieren mit gleichen bzw. ähnlichen Merkmalen. Werden Tiere mit gleichen bzw. ähnlichen Merkmalen gekreuzt, so werden die erwünschten Eigenschaften gefördert und gefestigt. Unerwünschte Merkmale werden ausgeschlossen, indem die Merkmalsträger und –vererber nicht gezüchtet werden. Dies waren die Anfänge der Hundezucht, die mit der Entdeckung der Mendelschen Gesetze über Vererbung stetig verfeinert wurden.

Rassehunde werden heute auf Wesen, Schönheit und Leistung gezüchtet. Für jede Hunderasse gibt es einen Rassestandard, den die Fédération Cynologique Internationale (FCI) erlassen hat. Als größter internationaler Dachverband für Hundezucht erkennt die FCI derzeit 336 Hunderassen an, für die es eine Einteilung in 10 Gruppen gibt:

  1. Hütehunde und Treibhunde (ohne Schweizer Sennenhund)
  2. Pinscher und Schnauzer, Molossoide, Schweizer Sennenhund u.a.
  3. Terrier
  4. Dachshunde
  5. Spitze und Hunde vom Urtyp
  6. Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen
  7. Vorstehhunde
  8. Apportierhunde, Stöberhunde, Wasserhunde
  9. Gesellschafts- und Begleithunde
  10. Windhunde

In jedem Land gibt es nur einen Züchterverband, der von der FCI mit der Wahrnehmung der Interessen zur Förderung der Hundzucht betraut ist. In Deutschland ist dies der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH). Aufgabe des VDH ist es, die planmäßige Zucht der Rassen einzuleiten, zu fördern und die Züchter fachgerecht zu betreuen.

Oberste Priorität hat bei der Züchtung die Erhaltung von Wesen, Gesundheit und rassetypischen Merkmalen. Zur Erreichung dieser hohen Zuchtziele hat der VDH ein strenges Zuchtreglement erlassen. Hier ist geregelt, dass nur gesunde und wesensmäßig einwandfreie Tiere gezüchtet werden dürfen und dass beim Züchter anstandslose Haltungsbedingungen herrschen.

Voraussetzungen zur Zucht

Um eine Hundezucht zu betreiben, verpflichtet das deutsche Tierschutzgesetzte jeden Hundezüchter, die mehr als drei Hündinnen halten oder mindestes drei Würfe pro Jahr erzielen, eine Genehmigung nach §11 Tierschutzgesetzt einzuholen. Für die Genehmigung, die beim örtlichen Veterinäramt beantragt wird, sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen:

  • Fachkenntnis der verantwortlichen Person

Das Veterinäramt verlangt, dass der Züchter mindestens eine Ausbildung zum Tierpfleger oder eine andere, abgeschlossene und staatlich anerkannt Ausbildung, die zum Umgang mit Hunden befähigt, vorlegen kann

  • Zuverlässigkeit der verantwortlichen Person

Der Züchter muss ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen

  • Die Hunde müssen artgerecht gehalten werden, d.h. die Räumlichkeiten müssen eine tierartgerechte Ernährung, Pflege und Unterbringung gewährleisten

Soweit es zum Schutz des Tieres nötig ist, sind die Genehmigungen mit Fristen, Bedingungen und Auflagen verbunden. Einige Beispiele hierfür sind das Führen eines Tierbestandsbuches, eine Beschränkung nach Art, Gattung oder Zahl der Tiere.

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