Ernährung von älteren Hunden
Hierbei gilt es zuerst zu klären, ab wann ein Hund eigentlich alt ist. Als Faustregel gilt: ab dem 8. Lebensjahr ist mit Alterbeschwerden zu rechnen. Große Rassen werden aber auch schon ab dem 6. Lebensjahr als alt bezeichnet.
Auch ist die Umrechnung von Hunde- zu Menschenjahren von Bedeutung. Es gibt diesbezüglich verschiedene Tabellen. In der Regel gilt jedoch:
Gewicht Hund
|
Hundealter
|
Menschenalter
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2 bis 10 kg |
5 |
36 |
10 |
56 |
15 |
76 |
11 bis 25 kg |
5 |
37 |
10 |
60 |
15 |
83 |
26 bis 40 kg |
5 |
40 |
10 |
66 |
15 |
93 |
Mehr 40 kg |
5 |
42 |
10 |
78 |
15 |
115 |
Einen alten Hund erkennt man daran, dass die Leistungsfähigkeit des Hundes abnimmt. Die Muskeln werden schwächer, die Herzleistung vermindert sich und der Hund wird schnell müde. Das Immunsystem des Hundes ist nicht mehr so aktiv, was eine höhere Krankheitsanfälligkeit zur Folge hat. Auch der Geruchs- und Gehörsinn nimmt ab, so dass die Tiere den Geschmack des Futters nicht mehr richtig wahrnehmen können. Das Gebiss verschlechtert sich, Magen und Darm arbeiten langsamer und die Magensäureproduktion nimmt ab. Leber und Nieren sind weniger belastbar.
Ältere Hunde leiden auch oft an altersbedingten Erkrankungen, dazu gehören:
- schwerwiegende Schwierigkeiten in der Bewegung (Steifheit)
- Unsauberkeit, vermehrter Urinabsatz
- vermehrt Flüssigkeitsaufnahme
- starkes Hecheln
- Orientierungslosigkeit, Zittern, Krämpfe
Aus all diesen Gründen ist bei der Ernährung von älteren Hunden auf einiges zu achten.
Mit der Fütterung von hochwertigen Eiweißen kann einem Abbau des Muskelgewebes vorgebeugt werden. Wegen der eingeschränkten Beweglichkeit sollte jedoch auf eine kalorienreduzierte Ernährung geachtet werden.
Die Ernährung muss dem Zustand des Hundes angepasst sein, d.h. weniger Bewegung = weniger Energie. Dass ein Hund weniger Energiebedarf hat, merkt man daran, dass er bei gleicher Fütterung dicker und schwerer wird.
Damit der Hund eine angemessene Menge Mineralien und Vitamine zu sich nimmt, gilt als Faustregel:
Reduzierung der Futtermenge um 30%
Zur Anregung der Darmtätigkeit sollte das Futter einen höheren Gehalt an Ballaststoffen beinhalten. Dies gewährleistet einen festen Kot und der Hund darf auch mehr fressen. So muss er im Alter nicht unbedingt auf Diät gesetzt werden.
Bezüglich der Mineralstoff- und Vitaminversorgung hat ein älterer Hund besondere Bedürfnisse.
Eine Phosphorüberversorgung sollte vermieden werden, da die Funktionsfähigkeit der Nieren im Alter abnimmt. Bei einer Überversorgung mit Phosphor kann es zu einer Ablagerung in Form von Kristallen in den Nieren kommen.
Auch sollten ältere Hunde nicht mit Kalium, Natrium oder Chlorid überversorgt werden. Dies kann dazu führen, dass es zu Wassereinlagerungen kommt, da vermehrt Wasser im Köper zurückgehalten wird.
Der Vitamingehalt im Seniorfutter muss höher sein, da alte Hunde Vitamine schlechter aufnehmen und diese vermehrt über die Nieren ausgeschieden werden. Besonders der Vitamingehalt von Vitamin B und E sind wichtig. Auf zuviel Vitamin A sollte verzichtet werden.
Um nun aus der Vielzahl von Seniorfuttern, die der Handel bietet, nun das richtige zu finden, sollte ein Tierarzt hinzugezogen werden.
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