Welpenschule / Welpenstunde

Um ein wirklich gutes Miteinander mit dem Hund als Familienmitglied zu erreichen, sollten alle Familienmitglieder ein Teil der Ausbildung sein. Es gibt jedoch leider Schulen, bei denen der Hund nur „abgegeben“ wird – Hände weg! Das ist herausgeworfenes Geld.

Der Besuch einer Hundeschule ist oft eine kostspielige Angelegenheit. Ein Preisvergleich lohnt sich auf jeden Fall, jedoch sollten finanzielle Aspekte nicht Hauptkriterium sein.

Hundeschulen bieten eine sogenannte Welpenstunde an. Dies ist eine Lern- und Spielstunde, in der die gleichaltrigen Hunde und deren Besitzer ein Menge lernen. In den ersten vierzehn Lebenswochen findet die Sozialisierungsphase für den Welpen statt. Diese Phase wird durch die Trennung von Mutter und Geschwistern unterbrochen. In der Sozialisierungsphase wird der Welpe mit seiner Umwelt vertraut und lernt mit Menschen und anderen Hunden umzugehen.

Der Welpe hat von Natur aus Angst. Der Angst gegenüber steht eine gesunde Portion Neugier. In der Sozialisierungsphase gewöhnt sich der Welpe an seine Umgebung. Dies ist ein sehr wichtiger Prozess für den Welpen, denn sonst würde er zukünftig auf alles mit Angst reagieren. Die Tiere nähern sich neuen Dingen, untersuchen und lernen sie kennen.

Diese Phase ist zeitlich begrenzt, denn würde sie unbegrenzt sein, käme dem Menschen jeder Hund arglos und neugierig entgegen. In freier Wildbahn wäre das beispielsweise für den Wolf zum Überlegen nicht dienlich. Bei Haushunden endet die Sozialisierungsphase nach drei bis fünf Monaten, was neueste Studien des Hampshire Collegs in den USA belegen. Diese Studie beweist, dass das Gehirn der Hunde in der Zeit bis zur 16. Lebenswoche nahezu explosionsartig wächst. Der Hund verfügt bei seiner Geburt bereits über alle Gehirnzellen, es kommen auch keine weiteren hinzu. Was in diesem ersten Lebensabschnitt jedoch entscheidend ist, ist die Verknüpfung zwischen den Gehirnzellen. Diese Verknüpfung ist nichts anderes als eine Lernphase. Der Hund lernt in diesem Zeitraum sehr intensiv, Dinge mit Gefühlen zu verknüpfen. Daher ist genau diese Phase wichtig für die Erziehung. Selbstverständlich kann auch ein älterer Hund noch Neues lernen oder an fremde Situationen gewöhnt werden. Jedoch dauert es wesentlich länger, diese Verknüpfungen aufzubauen. Daher sollte dieser wichtige Zeitraum nicht verschenkt werden.

In der Welpenstunde werden Welpen behutsam aufgebaut. Oft wird empfohlen, den jungen Hund mit in das Einkaufszentrum oder zum Bahnhof mitzunehmen. Es besteht jedoch die Gefahr, dass die intensiven Reize beim Hund eine Panikreaktion hervorrufen. Diese Verknüpfung ist im Gehirn des Hundes jedoch schwer wieder zu löschen. Sinnvoller ist also der Besuch eines Welpenspielkreises.

Ein qualifizierter Welpenspielkreis findet in einem umzäunten Bereich statt und die Gestaltung enthält die üblichen Trainingsgeräte wie Reifen, Wippe, Tunnel und Ähnliches. Im Laufe der Zeit werden die Welpen auch an Umweltreize wie Autohupen oder Fahrradklingeln gewöhnt. Entscheidend für einen qualifizierten Spielkreis ist das aktive Eingreifen in das Geschehen durch den Übungsleiter. Der Welpe sollte z.B. im Spiel mal der Jäger aber auch mal der Gejagte sein. Aufgabe des Trainers hierbei ist es darauf zu achten, dass das Verhältnis ausgeglichen ist und kein Welpe zum „Opfer“ wird. Gerade wenn die Gruppen aus kleinen und großen Rassen bestehen ist diese Opferentwicklung wichtig zu beobachten, denn die Opferrolle kann in der Sozialisierungsphase Verhaltensmuster bewirken, die später nur schwer zu reparieren sind.

Aus diesem Grund gehören in einen Welpenspielkreis ausschließlich Welpen, d.h. Hunde bis höchstens 18 Wochen.

Bei Ausflügen in die für den Welpen neue und große Welt wird der Welpe an sie gewöhnt und mit anderen Hunden konfrontiert. Er lernt die ersten und wichtigsten Gehorsamsregeln. Der frühe Kontakt zu anderen Hunden ist wichtig, damit der Welpe später freundlich mit anderen Artgenossen umgehen kann und keine Angst vor ihnen hat. Neben dem Erlernen der üblichen Verhaltensregeln beginnt der Welpe seine Körpersprache richtig einzusetzen und begreift, dass es ranghöhere Hunde gibt, denen er mit dem nötigen Respekt entgegentreten muss. Außerdem trainiert der Welpe sein Durchsetzungsvermögen und baut somit ein gesundes Selbstbewusstsein auf.

Die Welpenstunde nutzt die frühe Lebensphase des Hundes aus, um dessen Entwicklung positiv beeinflussen zu können. Eine freundliche und doch konsequente Erziehung, die auf Belohnung statt Bestrafung basiert, macht aus dem Hund einen freundlichen Hund. Zusätzlich sorgt diese intensive Beschäftigung des Besitzers mit dem Tier für eine enge und verständnisvolle Bindung.

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